Zuverlässig. Beharrlich. Verbindlich.

Ellen Stock MdL

 

Lippische Landtagsabgeordnete für einen Tag bei der Post

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Kreis Lippe. Als Landtagsabgeordnete möchte sie stets nah am Menschen sein. Deshalb schlüpft die Lagenserin Ellen Stock regelmäßig in Berufe hinein, die sie bislang noch nicht kennengelernt hat. Ob im Schichtdienst bei der Polizei, im Seniorenheim, beim Rettungsdienst oder dem lippischen Ausländeramt. „Nur wenn man Berufe selbst ausprobiert, kann man nachvollziehen was die Menschen tagtäglich leisten müssen“, so Stock.

Im vergangenen Jahr wurde die alte Postbank inkl. Zustellstützpunkt an der Stauffenbergstraße, abgerissen. Seither befindet sich der neue Zustellstützpunkt in der Elisabethstraße. Das neue Gebäude ist modern ausgestattet, es gibt mehr Platz, Arbeitsabläufe konnten optimiert und Wünsche der Zustellerinnen und Zusteller berücksichtigt werden. So ist das neue Gebäude z.B. auch in den Ladebereichen außen überdacht, sodass auch bei schlecht Wetter im trockenen beladen werden kann. Das ist besonders wichtig, denn das Paketaufkommen hat sich seit dem Jahr 2000 nahezu verdoppelt.

Die Schicht beginnt um 06:30. Zunächst werden früh morgens alle ankommenden Pakete auf die entsprechenden Bezirke verteilt. Dafür müssen die MitarbeiterInnen sämtliche Straßen in Lage kennen, um die Pakete dem richtigen Bezirk zuzuordnen. Erst wenn alle Pakete aufgeteilt wurden, beginnen die Zustellerinnen und Zusteller, diese in die Autos zu verladen. Danach werden die Briefe in die richtige Reihenfolge „gesteckt“, damit sie im Anschluss „gezogen“ und verladefertig in Kisten verstaut werden können. Erst dann beginnen die ZustellerInnen ihre Tour.

Schon nach den ersten Metern wird klar – für diesen Job sollte man körperlich fit sein. Etwa 600x pro Tag müssen Postboten ein- und aussteigen. Neben durchschnittlich 100 Paketen pro Tag müssen auch noch die Briefe zugestellt werden. Manche Pakete wiegen dabei bis zu 30kg. „Da ich sonst 10 Stunden am Tag im Büro oder im Plenum sitze, bin ich das natürlich nicht gewohnt“ so die Politikerin. Entschädigt wird man allerdings durch die herzlichen Kunden, die sich bereits auf das Paket freuen. Viele davon kennt Rainer Schulz, der seinen Bezirk in und auswendig beherrscht, gut. „Es ist unglaublich, dass die ZustellerInnen, alle Straßennamen und die dazugehörigen Hausnummern inklusive Familiennamen kennen“, zeigt sich die Lagenserin beeindruckt. Obwohl Herr Schulz an diesem Tag von der Landtagsabgeordneten unterstützt wird, ist die Zeit knapp. Pro Tag darf maximal eine Überstunde gemacht werden, die Arbeitszeiten sind klar geregelt.

Das Fazit von Ellen Stock: „ Da ich die Arbeitsbelastung nun kenne, habe ich noch mehr Respekt vor  unseren ZustellerInnen. Dabei war es ein ganz normaler Arbeitstag, die außergewöhnlichen Tage rund um Weihnachten kommen erst noch.“

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